Friseur Hillesheim
25.10.2011 – Der Beruf des Friseurs geht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Damals waren sie für mehrere Aufgaben zuständig. Neben der Tätigkeit "Haare schneiden" waren sie auch Perückenmacher, Barbier und Zahnarzt. Sie betrieben das Schröpfen oder behandelten Stich- und Schussverletzungen. Meist betrieb der damalige Friseur auch eine Badestube, war also auch Bader. Sie bildeten daraus eine eigene Zunft. Die verschiedenen Tätigkeiten entwickelten sich im Laufe der Zeit zu einzelnen Berufen. So entwickelte sich ein eigener Beruf des Perückenmachers und der medizinische Fortschritt lässt gut ausgebildete
Zahnärzte Patienten behandeln, sodass sich der Friseur heutzutage voll und ganz den Haaren widmet. Allerdings ist bei jedem Friseur heute auch eine Rasur zu bekommen, genauso wie
Augenbrauen gezupft werden. Der Name entwickelte sich aus dem Französischen heraus, aus dem Verb friser, das "kräuseln" bedeutet. In Frankreich ist die Bezeichnung "Coiffeur" aber gebräuchlicher. Friseuse war hingegen die weibliche Bezeichnung, die immer mehr zu einer eher herablassenden Bedeutung wurde. Daher änderte sich der offizielle Titel auch in Friseurin. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Eine Urlaubsregelung spricht dem Lehrling 25 Tage zu, wobei aber Samstagsarbeit dazugehört. Das Ausbildungsgehalt von etwa 400 Euro ist wie das Gesellengehalt von im Durchschnitt 1000 Euro Brutto sehr niedrig. Der klassische freie Montag ist weitestgehend nicht mehr aktuell, da die Öffnungszeiten vieler Friseurgeschäfte von 8 bis 20 Uhr an 6 Tagen der Woche sind, um konkurrenzfähig zu bleiben. Der klassische Friseur-Salon ist meistens nur noch in ländlichen Regionen zu finden. Ein Friseur behandelt Haare, ein Friseur kreiert
Frisuren und ein Friseur kennt den Style der jungen Leuten. Der Friseur bietet eine Haarverlängerung für jedermann an und letztendlich ist der Friseur natürlich auch fürs
Haare schneiden zuständig. Die zunehmenden Discounter, auch Billig-Friseur, im Haargeschäft lassen durch den Konkurrenzkampf den Friseur Styler werden. Der Beruf Friseur erfreut sich dennoch bei der Bevölkerung großer Beliebtheit.
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