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Der Aktuelle Bericht über unser Unternehmen in der Zeitung!!!

05.04.2009 | 08:44 Uhr

Hier finden Sie den Aktuellen Bericht über unsere Firma im Dresdner Amtsblatt / Dresdner Nachrichten.

Wo aus Blau Orange gemacht wird

 

„farbdesign“ nennt sich die Firma des Malermeisters Enrico Barth

 

Mittags kamen meist ein paar Gäste vorbei. Aber am Abend blieb die Kundschaft in dem Dresdner Fischrestaurant fast komplett aus. Ihr Besitzer wandte sich Hilfe suchend an Malermeister Enrico Barth. Dieser kam mit seiner Kamera und fotografierte die Räume. Doch noch ehe er sich die digitalen Bilder angesehen hatte, war ihm klar: Da muss Farbe ran. „Zwar passen geflieste Wände und die Farbe blau rein thematisch zu einem Fischrestaurant“, sagt Enrico Barth. „In diesem Restaurant wirkte das jedoch sehr ungemütlich.“

 

Der junge Mann startet seinen Laptop und mit ihm einer seiner beeindruckenden Vorher-Nachher-Shows. Erst ein Lokal im Keller-Küchen-Ambiente und dann ein gemütliches Fischrestaurant im sanften Gelb mit roten Farbbahnen in einer vorgesetzten Wand, in welche zudem Fernseher mit wechselnden Bildern eingelassen worden sind. Aus dem schmalen blauen Schlauch, der auch zur Gaststätte gehörte, wurde ein gemütliches Eckchen in Orange. „Der Wirt hat mir erzählt, dass diese Ecke, in die sich früher kaum ein Gast verirrt hat, heute zu den begehrtesten gehört und diese Plätze sogar vorbestellt werden“, sagt Enrico Barth.

Was ein bisschen wie Zauberei klingt, ist ein ganz reales Handwerk, sozusagen eines mit farbigem Boden. Einst hatte Enrico Barth die Liebe zu den Farben und die Lust am Gestalten als Berufswunsch diktiert. „Ich hatte viel Spaß daran, zu Hause vorzurichten“, erzählt er. Also lernte er das Handwerk und schaffte es dann in einem Dresdner Unternehmen binnen kurzer Zeit bis zum Bereichsleiter. Er machte seinen Meister und als das Unternehmen vom Markt ging, gründete Barth vor drei Jahren seine eigene Firma „farbdesign“. „Aber auch wenn 80 Prozent unserer Aufträge wirklich die Gestaltung, also das Design betreffen, so machen wir doch auch ganz normaler Malerarbeiten“, sagt der junge Meister und nennt das Tapezieren und Vorrichten von Wohnungen, wenn deren Mieter ausziehen. Barth und seine Männer – vier Leute, ein Lehrling und ein Meister gehören zum Stamm-Team – tapezieren von Rauhfaser bis Vlies, verlegen Fußböden von PVC bis Laminat und bieten auch Trockenbauarbeiten an. „Gerade erst haben wir einen Auftrag bekommen: vier Zimmer komplett“, sagt er. „Manche Kunden wünschen sich eben alles aus einer Hand.“

Im Büro an der Großenhainer Straße hat er natürlich auch alles komplett gemacht – Fußboden und Wände. Um seinen Kunden zu zeigen, was alles möglich ist, bekam eine Wand ein silbrig schimmerndes Metallkleid, eine andere wurde in kräftiges dunkles Rot getaucht. Doch was da so metallen scheint ist ganz besondere graue Spachtelmasse, die mit silbernem Wachs poliert wurde. „Ein Hingucker“, weiß Barth. „Allerdings sehr zeitaufwändig und deshalb recht teuer.“ Doch für ein Centermanagment hat er eine solche Wand bereits gefertigt. Auch in Einkaufszentren und Hotels haftet Farbe von zero, dass ist der Hersteller, von dem Barth sein Material bezieht Die Fassade eines Wohnblocks brauchte ganze 80 Eimer Farbe, insgesamt 1.000 Liter. Die allerdings bekam ein helles Beige ab. „Das war Vorgabe des Vermieters.“

Bei einem Radeberger Ehepaar durfte Enrico Barth selbst Ideen einbringen. Wie immer, wenn er einen Auftrag annimmt, fuhr er hin und fotografierte das Einfamilienhaus. Es lag ganz idyllisch am Waldrand, mitten im Gartengrün. Eigentlich hatte das Paar ein kräftiges Orange im Kopf. Barth zeigte seine Farbkarten, schließlich einigte man sich auf vier verschiedene Töne zwischen Gelb und Beige. Der Malermeister ließ die Töne anmischen, bestrich damit ein Meter große Platten und fuhr wieder nach Radeberg. „Dort haben wir die Platten an die Hauswand gestellt.“ Das Ergebnis zeigt Barth wieder als Vorher-Nachher-Show am Computer. Immer wenn der Bildschirm aufleuchtet, strahlt noch etwas ganz anderes als Farbe: ein Bild von Tochter Lucy, die mit ihren acht Monaten probeweise mal auf dem Chefsessel des Papas Platz nehmen durfte. Zu Hause hat sich Enrico Barth übrigens für ein warmes Braun zu den weißen Möbeln im Wohnzimmer entschieden. „Ich mag die warmen und sonnigen Farben“, sagt er. „Aber natürlich geh ich auch auf die Wünsche meiner Kundschaft ein. Und wenn jemand unbedingt ein Wohnzimmer im kühlen Grün haben will oder in jeder anderen Farbe, dann bekommt er das.“

Und hier finden Sie den Bericht mit Foto. Seite 7. 

http://www.dresdner-nachrichten.de/files/issue1238659450/ddnach_14kw2009_web.pdf

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